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Die medizinische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge und hat großen Einfluss auf die Lebensqualität und Zufriedenheit der BürgerInnen. Gleichzeitig bringt die Sicherstellung einer guten medizinischen Versorgung für viele Regionen, Städte und Gemeinden große Herausforderungen in den kommenden Jahren mit sich:

chronische Ressourcenknappheit, demographischer Wandel (der sich in steigendem Versorgungsbedarf, aber auch in einer Überalterung der Ärzteschaft niederschlägt), strukturelle Ungleichgewichte zwischen ländlichen Regionen und urbanen Zentren, veränderte Werte und Einstellungen bei PatientInnen und MitarbeiterInnen sowie akuter Personal-  mangel in vielen Gesundheitsberufen

IGeMI unterstützt Regionen und Kommunen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Neben einer umfassenden Analyse der bestehenden Versorgungsstrukturen und -einrichtungen gehört die Entwicklung zukunftsfähiger innovativer Versorgungskonzepte zu den Beratungsschwerpunkten für die öffentliche Hand.

Häufig nachgefragte Beratungsleistungen

  • Ist- und Potenzialanalysen zur ambulanten und stationären Versorgungssituation sowie Überprüfung deren Zukunftsfestigkeit in Regionen, Städten und Gemeinden
  • Entwicklung von Konzepten zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Versorgungsqualität insb. in ländlichen und strukturschwachen Regionen
  • Konzeption und Planung von Gesundheitszentren bzw. Medizinischen Versorgungszentren (MVZ)
  • strategische Ausrichtung von Gesundheitseinrichtungen in öffentlicher Trägerschaft, z.B. Definition des Leistungsspektrums, Schließung bzw. Öffnungen neuer Geschäftsbereiche
  • Evaluierung und Verbesserung der Rahmenbedingungen und Standortattraktivität für junge ÄrztInnen
  • Entwicklung sektorübergreifender Kooperationskonzepte für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
Beispielprojekte

Regionalisierte präventive Gesundheitszentren (Machbarkeitsstudie) für die Siemens Facilities

Prävention und Gesundheitsförderung sind angesichts der demographischen Entwicklung ein zentrales Feld neben der klassischen medizinischen und pflegerischen Versorgung. Effektiv können diese nur im Setting, in den Lebenswelten der Betroffenen und Beteiligten stattfinden. Typische Settings sind Schule, Betrieb und eben auch die soziale Struktur vor Ort, die Gemeinde oder Kommune.

Kommunen selber sind vielfach in Deutschland und Österreich von Finanznöten geplagt und können vielfach nötige Investitionen alleine nicht stemmen. Gleichzeitig sind sie aber der zentrale Anlaufpunkt für die BürgerInnen. Deswegen sind intelligente Organisationsformen und Einbindung privater und öffentlicher Akteure nötig um zukunftsorientiert Gesundheit zu schaffen.

Atlas Medicus Österreich (Rebmann Research)

Das österreichische Gesundheitssystem ist kompliziert und komplex. Die verfassungsmäßig äußerst aufgesplitteten Kompetenzen zwischen den Gebietskörperschaften und Selbstverwaltungsorganisationen sind auch in der österreichischen Datenbasis für die Forschung und die Praxis ersichtlich. Es gibt kein umfassendes Kompendium der österreichischen Versorgungsstrukturen, insbesondere im niedergelassenen Bereich. Genau das ist für die Versorgungsplanung unumgänglich. Im Zuge dieses Projektes wurde ein erster detaillierter Überblick über die ambulanten Strukturen in Österreich erstellt.

Generationen 50plus (Stadtgemeinde Seekirchen)

Der demographische Wandel in Österreich führt zu einem Zuwachs der über 50jährigen BürgerInnen und zu veränderten Bedürfnissen und Anforderungen an deren Lebensumfeld. Um diesen gerecht zu werden, entstand in Kooperation zwischen der Stadtgemeinde Seekirchen und der Privatuniversität Schloss Seeburg die Arbeitsgruppe „50plus“. Aufbauend auf Erkenntnissen dieser, entwickelte man unter der fachlichen Federführung von Univ.-Prof. Dr. Peter Kapustin einen schriftlichen Fragebogen, der Zufriedenheits-, Erwartungs-, Erfahrungs- und Wunschanalysen beinhaltete.

Die Studie soll als Grundlage für zukünftige Entscheidungen, Maßnahmen und Planungen von Seiten der Gemeindepolitik für Entwicklungen in gesellschaftlicher, kultureller und gesundheitsorientierter Perspektive dienen, um schließlich das Leben der 50plus-Generation lebenswerter zu gestalten.